Europa im Alltag - Europatage im Netzwerk

Das Programm der diesjährigen Europatage war vielfältig - von der spontanen Lesung bis zur Projektwerkstatt. Vom 7. – 9. Mai hatten Interessierte die Möglichkeit in die neuen Räume des Netzwerk für Kultur- und Jugendarbeit e.V. hineinzuschauen und konnten das breite Angebot nutzen. So führte Mario Hesse am Montag in den Chemnitzer Haushalt ein und gab den Anwesenden Ideen, wo man nachhaken könnte: ‚wieso werden lieber Schulden abgebaut, wobei wir in Chemnitz doch weit unter dem Bundesdurchschnitt liegen, als in andere Projekte investiert?‘ könnte man nun zum Beispiel fragen. Montagnachmittag gab es dann eine Lesung zum Thema „Brauchen wir noch Europa?“. Swinda Krause, Studentin der Interkulturellen Kommunikation zeigt sich begeistert: „es kam zu einer spannenden Diskussion, die mich zum Nachdenken angeregt hat“. 

 

Und auch die Organisator*innen der Europatage nehmen neue Ideen mit. Beim Seminar zum Förderprogramm „Europa für Bürgerinnen und Bürger“ kamen einige Ideen auf, die dann gleich weitergedacht wurden. „Auch wir werden in Zukunft öfter eine Antragswerkstatt anbieten, die dabei hilft eigene Ideen konkret anzugehen und gezielt nach Möglichkeiten der Umsetzung zu suchen.“ so Marcus Heinke.

 

Auch am Mittwoch den 9. Mai kamen viele Besucher ins Netzwerk, zum Beispiel zum Vereinstreffen Jugendarbeit und dem Seminar zum Thema EU Datenschutz-Grundverordnung. Anja Poller von der Bürgerstiftung Chemnitz konnte helfen die Angst vor den am 25. Mai in Kraft tretenden Veränderungen zu nehmen. „Wenn Sie sich bisher an die deutschen Datenschutz-Regelungen gehalten haben, werden sie nicht viel verändern müssen“. Spannend wird aber der Dialog mit den Fördermittelgebern hinsichtlich der Unterschriftenlisten und Adressdaten der Nutzer*innen, der auf viele Vereine nun zukommt. Das Thema war auch für den MDR von Interesse. Den Beitrag finden Sie hier: https://www.mdr.de/sachsen/chemnitz/video-196456_zc-e215a644_zs-c438a9ba.html. Zum Abschluss traf sich Mittwochabend der Freundeskreis Chemnitz 2025 in den neuen Räumen des Netzwerks und diskutierte über die Frage nach der Aufstellung der freien Szene in Chemnitz.

 

Wir danken allen Teilnehmenden sowie Unterstützer*innen für die erfolgreiche Umsetzung der Europatage.

 

Die Europatage wurden gefördert von der Stadt Chemnitz und durch Steuermittel auf der Grundlage des von Abgeordneten des Sächssichen Landtages beschlossenen Haushaltes.