Europäische Chancen nutzen

Gespannt sehen die Teilnehmer_innen zu Sabine Bornemann, als sie beginnt über europäische  Fördermittel zu erzählen. Die Leiterin des Creative Desk Europe Kultur leitet sonst in Berlin, München und Frankfurt begehrte Workshops zur europäischen Kulturförderung. Sie war aus Bonn angereist, um in Chemnitz über europäische Fördermittel zu sprechen und mit den Teilnehmer_innen praktisch zu arbeiten.

 

Das Seminar Europa fördert Kultur- wir erklären wie! von Sabine Bornemann am 10. Mai 2017 war Teil der Europatage Chemnitz, die das Netzwerk für Kultur- und Jugendarbeit organisiert hat. An zwei Tagefiles/Netzwerk/bilder/projekte/Europatage/9.jpgn war neben Seminaren zu europäischen Fördermitteln in der Kultur- und Jugendarbeit auch die Ideen- und Partnerfindungsmöglichkeit Europäische Straße für alle Interessierten offen.

 

Dort boten die EU-Koordinationsstelle der Stadt Chemnitz, die deutsch-britische Gesellschaft, der Dialog e.V., das Europe direct Zentrum Erzgebirge, die Kontaktstelle für Kulturelle Bildung der Stadt Chemnitz und der Crowdfunding Campus, die Behindertenbeauftragte der Stadt Chemnitz, Most - Die Brücke, die Kulturförderungspaten aus Leipzig, das Kulturhauptstadt-Sekretariat der Stadt Chemnitz und solaris FZU mit europäischen Freiwilligendienstleistenden Möglichkeiten der Vernetzung an.

 

Am zweiten Seminartag, dem 11. Mai, zeigte Claudio Orlacchio, Projektleiter bei uferlos und selbst in der internationalen Jugendarbeit aktiv, dass europäische Förderanträge machbar sind und mit den richtigen Tricks auch erfolgreich sein können.

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Am Ende waren die Seminarteilnehmer_innen begeistert und motiviert, um Projekte mit europäischer Förderung in Angriff zu nehmen. Ob es dann gleich losgeht oder jetzt erst die Planungsphase beginnt, ist von den Projekten abhängig. Die Teilnehmer_innen haben in jedem Fall die wichtigsten Informationen mit auf den Weg bekommen: einen Überblick über Finanzierungsarten, Fördertöpfe und Projektförderungsmöglichkeit auf europäischer Ebene. In der zweiten Hälfte der beiden ganztägigen Workshops konnten die Anwesenden Gelerntes auf praktische Art und Weise anwenden und sich bereits Tipps für die eigenen Ideen und Projektvorstellungen holen. So zum Beispiel, dass es sich manchmal anbietet, als Projektpartner einzusteigen und nicht sofort die gesamte Verantwortung für ein großes EU-Projekt zu übernehmen. Dies betonte auch Andreas Töpfer, Projektmanager bei solaris, als er das Projekt Young Mobility vorstellte.

 

Für die Europatage 2018 hat Marcus Heinke, Verantwortlicher für die Europaarbeit des Netzwerk für Kultur- und Jugendarbeit e.V., bereits mit der Planung begonnen: „Wir werden Chemnitzer_innen auf jeden Fall wieder die Möglichkeit geben, sich Informationen zu europäischer Förderung direkt hier in Chemnitz abzuholen“. Die Anmeldungsphase wird voraussichtlich im Frühjahr 2018 starten.

 

Das Netzwerk für Kultur- und Jugendarbeit bedankt sich bei seinen Partnern uferlos, Creative Europe Desk Kultur und solaris sowie der Stadt Chemnitz und dem Freitstaat Sachsen für die Unterstützung. Des Weiteren gilt der Dank des Netzwerks dem smac (Sächsisches Museum für Archäologie Sachsen), welches mit seinen Räumlichkeiten den optimalen Rahmen bot und dem mit einer Führung durch die „Erkerausstellung“ ein toller Abschluss für die beiden Tage gelang.